Niedertemparaturkessel

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Niedertemparaturkessel2019-01-09T15:27:27+00:00

Niedertemparaturkessel

Heizkessel in Niedertemperatur-Technik gibt es für Erdgas und Heizöl. Sie erfordern die niedrigste Geräte-Investition, und sind heutzutage Mindeststandard. Niedertemperaturkessel verbrauchen 20 bis 30 Prozent weniger Brennstoff als die Generation der Uraltkessel, die noch in vielen Heizungskellern stehen. Technisch machbar ist heute jedoch erheblich mehr. Niedertemperaturkessel lassen immer noch Abgas mit bis zu 200 Grad Celsius ungenutzt durch den Kamin. Dabei gehen fast zehn Prozent der eingesetzten Energie verloren. Die meisten Niedertemperaturkessel benötigen einen Schornstein, das verursacht zusätzliche Baukosten und verbraucht Platz. Der Normnutzungsgrad von Niedertemperaturkesseln beträgt 92 bis 96 Prozent, das entspricht einer Energie-Ausnutzung über das Jahr von 87 bis 89 Prozent. Der Normnutzungsgrad beschreibt den Wirkungsgrad eines Heizkessels unter Normbedingungen, um seine Effektivität vergleichbar zu machen.

Um die Anforderungen des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes für Neubauten zu erfüllen, müssen sie mindestens mit einer Solaranlage für die Warmwasserbereitung kombiniert werden.

Gas-Niedertemperaturkessel

Sie bieten bei Technik und Unterbringungsmöglichkeiten eine breite Auswahl. Die Preise für Standgeräte für die Aufstellung im Keller beginnen bei rund 1500 Euro und reichen bis etwa 3500 Euro. Gasthermen sind Wandgeräte für die Etagenwohnung oder ein kleineres Einfamilienhaus. Sie sind nicht größer als ein Kühlschrank, deshalb passen sie auch in eine Nische oder in den Küchenschrank.

Mit zehn bis gut 25 Kilowatt bieten sie genug Leistung fürs Heizen und wahlweise die  Warmwasserbereitung. Warmwasser liefern sie entweder über einen untergestellten oder danebengehängten Speicher oder als Durchlauferhitzer. Im zweiten Fall dauert es immer ein Weilchen, bis das Wasser warm aus dem Hahn läuft. Ein Durchlauferhitzer bietet also nur bei kurzen Leitungswegen guten Warmwasserkomfort.

Bei den Brennern gibt es zwei Bauarten. Atmosphärische Brenner nutzen die Raumluft zur Verbrennung und benötigen einen klassischen Schornstein, Gebläsebrenner versorgen sich selbsttätig mit Frischluft und entsorgen ihr Abgas über ein doppelwandiges Luft-Abgas-System, einen Schornstein benötigen sie nicht unbedingt – ideal für den Einbau im Dachgeschoss. Die Preise liegen zwischen 1700 und zirka 3100 Euro ohne Warmwasserspeicher.