Pelletheizungen

Pelletheizungen2019-01-09T15:27:27+00:00

Pelletheizungen

Moderne Wärme mit Holz

Pelletskessel werden immer beliebter. Kein Wunder. Denn seit Jahrhunderten schon dient Holz dem Menschen als zuverlässiger und leicht zu beschaffender Brennstoff. Gerade heutzutage ist Holz für Pelletskessel als Energielieferant beliebter denn je. Und das nicht von ungefähr, denn im Gegensatz zu den fossilen und die Umwelt stark belastenden Brennstoffen Öl und Gas haben Pelletskessel durch die Nutzung von Holz als Energieträger eine ausgeglichene CO2-Bilanz.

Doch damit noch nicht genug: Wie die folgende Grafik beweist, lässt die Preisentwicklung von Pellets keinen Zweifel daran, dass der Umstieg auf einen Pelletskessel auch Ihren Geldbeutel dauerhaft entlastet. Heizkosten einsparen und gleichzeitig noch die Umwelt schonen – was will man mehr? Abgesehen davon machen neueste Entwicklungen im Bereich der Pelletskessel das Heizen mit Pellets zu einem reinen Kinderspiel.

Heizen mit Holz bedeutet nicht mehr Schwerarbeit mit Axt und Säge. Pelletkessel arbeiten bequem und automatisch wie eine Ölheizung. Wenn beim Nachbarn statt des Öltankwagens der Pelletlaster vorfährt, hat er umgestellt auf eine moderne Holzheizung. Vor der Heizsaison liefert der Händler die bis zu 30 Millimeter langen und sechs Millimeter dicken Pellets an. Sie sind aus gemahlenen Holzresten ohne chemische Zusätze gepresst. Vom Silowagen aus werden sie mit einem Gebläse über einen speziellen Füllstutzen in den Lagerkeller gepustet.

Effizient die Umwelt entlasten

Pelletskessel als Pelletszentralheizungen sind mit Heizleistungen ab 10 kW erhältlich, erreichen aber einen ganzjährig hohen Wirkungsgrad von über 90%. Der Betrieb von einem Pelletskessel ist sehr komfortabel: Sowohl die Zufuhr der Pellets als auch die Reinigung des Wärmetauschers erfolgt automatisch. Für Niedrigenergie- oder Passivhäuser ist zudem eine raumluftunabhängige Betriebsweise möglich. Die Installation eines Pufferspeichers ist bei ausreichender Wärmeabnahme nicht erforderlich, wird für Pelletskessel jedoch grundsätzlich empfohlen.

Profitieren Sie von den vielen Vorzügen der Pelletskessel von heizen:

  • selbsttätige Beschickung mit Pellets
  • Pelletskessel sind angenehm leise im Betrieb
  • extrem geringer Betriebsenergiebedarf
  • Pelletskessel zeichnen sich durch eine effiziente Energieausnutzung aus
  • nachwachsender Rohstoff, damit verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen
  • CO2-neutrale Verbrennung,
  • Entlastung der Umwelt vom ersten Tag an
  • Pellets sind deutlich günstiger als Erdgas oder Heizöl

Das Holz zerbröselt nicht, denn der holzeigene Bindestoff Lignin hält es zusammen. Größe, Dichte und Feuchtigkeit der Holzpellets sind genormt. Der Heizwert entspricht etwa fünf Kilowattstunden je Kilogramm: Zwei Kilogramm Pellets ersetzen etwa einen Liter Heizöl beziehungsweise einen Kubikmeter Erdgas.  Zurück bleibt nur etwas Asche, die sich mit dem Hausmüll oder als Dünger im Garten entsorgen lässt.

Pelletlager oder Sacksilo

Ein circa sechs Quadratmeter großer trockener Raum neben dem Heizkeller ist ideal für das Pelletlager, das zum Nachrutschen einen abschüssigen Boden erhält. Das kann der umgerüstete Raum des früheren Öltanks sein. Eine Förderschnecke oder eine Sauganlage transportiert die Pellets zum Kessel. Die Ausrüstung eines Lagerraums kostet etwa 800 bis 1000 Euro.

Wer keinen Lagerraum einrichten kann, stellt ein Sacksilo auf, einen großen trichterförmigen Beutel aus staub- und wasserdichtem Material in einem Metallgestell. Das Silo kann sogar im Freien stehen. Ein Erdtank im Garten aus Beton oder Kunststoff, der unterirdisch in der Nähe des Heizraums installiert wird, ist eine teure Alternative, erfordert aber keinen Platz im Keller. Die Pellets werden von draußen durch ein Saugsystem zum Vorratsbehälter am Kessel transportiert.

Inklusive Fördertechnik und Ausstattung für den Lagerraum kostet ein Pelletkessel zwischen 10 000 bis 15 000 Euro ohne Montage. Er ist damit fast doppelt so teuer wie eine Gasheizung, staatliche Zuschüsse bereits einkalkuliert. Das System macht unabhängig vom internationalen Energiemarkt, was sich bei steigenden Öl- und Gaspreisen rechnet.

Pelletheizungen haben eine gute Umweltbilanz: Verbrennt man Holz, entstehen weniger  Kohlenwasserstoffe als bei der Verbrennung von Öl und Gas. Auch beim Schwefeloxid steht Holz besser da. Und beim Kohlendioxid (CO2) liefert Holz eine beinahe neutrale Bilanz. Lediglich bei der Emission von Stickoxiden, Kohlenmonoxid und Staub sieht es schlechter aus, im Vergleich zu Kamin- oder Kachelöfen sind Pelletkessel im Durchschnitt aber deutlich sauberer. Ab 2015 wird zum Beispiel für Feinstaub generell ein Grenzwert von 20 Milligramm pro Kubikmeter gelten, den die allermeisten Geräte aber heute schon einhalten. Die Kombination mit einer Solaranlage ist nach dem Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz bei Neubauten nicht vorgeschrieben, aber sinnvoll, da dann im Sommer der Heizkessel ausgeschaltet werden kann und auch keinen Strom verbraucht.

Einzelofen, Primärofen oder Heizkesselanlage?

Neben den klassischen Heizkesseln existieren noch zwei weitere Pellet-Techniken: Einzelöfen und sogenannte Primäröfen.

  • Einzelöfen gibt es als frei stehende Kaminöfen oder als Ofeneinsatz für schon vorhandene Kamin- oder Kachelöfen. Pelletöfen stehen im Wohnraum und sehen aus wie normale Kaminöfen. Die Bedienung ist allerdings viel einfacher: Die Pellets in den Vorratsbehälter füllen, dann die Zündung auslösen, alles Weitere geschieht automatisch. Ein Thermostat übernimmt die Temperatursteuerung. Temperaturabsenkungen regelt eine Zeitschaltuhr. Die Öfen kommen mit einer Füllung bis zu 90 Stunden lang aus. Damit eignen sich Pelletöfen als Zusatzheizung oder für Nebenräume.
  • Primäröfen stehen ebenfalls im Wohnraum. Mindestens fünf Prozent der Wärme gibt der Primärofen als Strahlungswärme an die Umgebung ab. Je nach Modell bis zu 95 Prozent werden über einen Wärmetauscher der Zentralheizung zugeführt. Dadurch werden auch weiter entfernte Räume und zusätzlich das Brauchwasser beheizt. Die Pellets muss man allerdings alle paar Tage oder bei intensiverem Heizen täglich nachfüllen. Ein Primärofen heizt ein Niedrigenergiehaus durchaus alleine. Um ihn nicht auch im Sommer betreiben zu müssen, sollte man ihn mit einer Solaranlage kombinieren, die das Duschwasser erwärmt. Diese Anschaffung kostet natürlich zusätzlich Geld.

Die Anschaffung einer Pelletheizung wird vom Staat gefördert.

Die Merkmale eines Pelletskessels auf einen Blick:

  • Pelletskessel haben eine optimale Energieausnutzung durch eine bedarfsorientierte Leistungsanpassung
  • Pelletskessel sind mit einer modular regelbaren Heizleistung von 4 bis 14,7 oder 7,8 bis 26,9 kW erhältlich
  • zuverlässige vollautomatische Beschickung des Pelletskessels durch flexible Förderspirale
  • extrem wirtschaftlich: Pelletskessel haben einen feuerungstechnischen Wirkungsgrad bis zu 94,2%
  • höchster Bedienkomfort mittels digitalem Regelsystem
  • CO2-neutrale Umweltbilanz
  • Pelletskessel verfügen über eine vollautomatische Reinigung und Ascheaustragung
  • Pelletskessel sind kombinierbar mit Trinkwassererwärmern und Solar-Schichtenspeichern
  • ausgesprochen leise bei Betrieb und Zündung
  • aktuelle Pelletskessel sind kompakt und formschön